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Der tantrische Weg – Tanz von Energie und Bewusstsein

Die Bedeutung von Tantra im Vergleich zu anderen spirituellen Praktiken. Wie jede spirituelle Schule zeigt Tantra suchenden Menschen den Weg zur Wahrheit. Allerdings unterscheidet sich Tantra hierbei grundlegend von vielen anderen spirituellen Lehrmethoden. Denn es definiert Wahrheit nicht als etwas Statisches oder Unveränderliches, sondern als Ergebnis eigener Erfahrungen.


Tantra: Eine Philosophie für Persönliche Freiheit und Verantwortung

Tantra definiert Wahrheit nicht als eine starre Doktrin, der man glauben muss. Stattdessen beinhaltet der tantrische Weg eine Reihe von Übungen, durch welche man eigene Erfahrungen sammelt. Der Sinn dieser Erfahrungen ist es, eine individuelle Wahrnehmung der Realität zu schaffen, die ausschließlich auf persönlichen Erfahrungen beruht. Mit dieser individuellen Landkarte wird das Wesen der Dinge verständlich und ergibt Sinn. Dabei ist Wahrheit jedoch nicht das Ziel an sich. Der Fokus liegt vielmehr auf dem, was funktioniert und praktikabel ist. Es geht beispielsweise nicht darum, ob Männer und Frauen gleich sind, sondern vielmehr darum, dass das Verhalten so, als ob sie gleich sind, mehr Balance, Glück und Frieden in das eigene Leben bringt.


Der Weg zur Wahrheit ist nicht der einzige Weg zum Glück. Freude, Genuss und Glück an sich sind vielmehr die Führer, die einem zeigen, was dem Glück aller dient. Der Weg des Leidens hingegen trägt den Keim der Verblendung in sich. Wahrheit ist das Bewusstsein für Glückseligkeit und die Autorität der Wahrheit liegt nicht bei Priestern oder Schriften, sondern in jedem Herzen. Die Autorität der Wahrheit äußert sich nicht in Regeln oder moralischen Vorschriften, die Achtsamkeit und Verantwortung ersetzen, sondern in persönlicher Bewusstheit in jedem Moment. Tantra bietet persönliche Freiheit, fordert aber gleichzeitig größtes persönliches Verantwortungsbewusstsein.



Das Gewebe der Realitäten nach tantrischer Philosophie

Die tantrische Lehre besagt, dass Wahrheit nicht als ein einziges Konzept zu verstehen ist, sondern vielmehr als eine Verflechtung aus zwei oder mehreren Realitäten. Die Suche nach einer einzigen Wahrheit führt oft zu Konflikten und imperialistischen Bestrebungen, nicht nur zwischen verschiedenen Religionen oder Völkern, sondern auch innerhalb der Gesellschaft. Wenn eine Gruppe glaubt, die absolute Wahrheit zu besitzen, wird diese anderen aufgezwungen und Abweichungen werden nicht toleriert. Die Gruppe betrachtet diese Wahrheit als ihr Eigentum und nutzt sie zur Machtausübung über andere Gruppen und Individuen. Der angebliche göttliche Ursprung dieser Wahrheit rechtfertigt sogar das Anwenden von Gewalt.


Die Anziehung von Gegensätzen im Tantra

Tantra zelebriert die Unterschiede und den Tanz der Anziehung zwischen Gegensätzen. Das Prinzip der Dualität wird im Tantra überschritten und führt zu einer höheren Realität, die durch die Vereinigung beider Pole entsteht. Im Tantra wird Wahrheit als eine Beziehung verstanden, ein Tanz, der zwischen oder inmitten unterschiedlicher Wahrnehmungen der Realität entsteht. Es ist gerade diese Spannung, die den Reiz ausmacht. Der fundamentale Tanz, der Wahrheit in jedem Moment erschafft, gestaltet das Universum und unsere eigene Realität. Es ist der Tanz zwischen Energie und Bewusstsein. Energie ist hierbei das weibliche Prinzip, das Prinzip der Göttin Shakti, das für reine Lebendigkeit steht. Bewusstsein hingegen ist das männliche Prinzip, das durch Shiva, Shaktis göttlichen Partner, verkörpert wird. Der Tanz zwischen diesen beiden Prinzipien ist der essentielle Tanz der Schöpfung, der nicht nur jedes menschliche Individuum auf biologischer Ebene erschafft, sondern auch auf der Ebene von Energie und Bewusstsein das Sein an sich. Ohne Shakti ist Bewusstsein tot, steril und ungeboren. Ohne Shiva ist Energie formlos, sinnlos und pures Chaos. Leben und Dasein erwachsen aus der Beziehung zwischen Erscheinung und Beobachter, zwischen Tänzer und Tanz, zwischen Bewusstsein und Leben.



Wir haben die Wahl: Der tantrische Weg zur bewussten Lebensgestaltung

Auf dem tantrischen Weg lernen wir, uns selbst und unsere Energie bewusst wahrzunehmen. Wir erkennen, dass unsere Erfahrungen von der Art der Energie abhängen, auf die wir uns konzentrieren. In jedem Moment haben wir die Möglichkeit, unser Leben bewusst zu gestalten. Wir sind fähig, alte Denkmuster und begrenzte Perspektiven loszulassen und stattdessen neue zu erschaffen, die mit unseren innersten Wünschen und unserem wahren Selbst in Einklang stehen. Dadurch sind wir nicht länger Opfer unseres Schicksals. Als göttliche Wesen können wir unsere eigene Realität erschaffen und Verantwortung für unser Glück und unser Leben übernehmen. Lass uns gemeinsam diese Kraft nutzen, um unsere höchsten Potentiale zu verwirklichen.


Sei dir auch immer bewusst darüber, dass du egal in welchem biologischen Körper du lebst, weibliche wie männliche Energie vertreten ist. Es ist normal, dass diese Energien schwanken und du mal mehr in der weiblichen oder mehr in der männlichen Polarität bist. Wir bewegen uns ständig in diesen Polaritäten. Deshalb kannst du Tantra hervorragend alleine praktizieren, mit dem gleichen Geschlecht oder auf eine andere Art. Es geht um Energien - nicht um Körper! Eine tiefe Verbindung zu dir selbst, ermöglicht dir auch in einen tieferen Kontakt mit deinem Umfeld zu kommen. Tantra ist Magie!


Danke für deine Zeit


Love

Lisa

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