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Sex Magic!

Heute machen wir einen kleinen Ausflug in die Welt der sexual Magie! Hierbei wird in 2 Arten unterschieden. Dieser Artikel ist vermutlich mit der kritischste den ich je recherchiert und geschrieben habe aber dennoch halte ich ihn für sehr wichtig. Wie auch bei den verschiednen Tantra Richtungen, kann ich euch immer nur die Lichtseite empfehlen. Wie ihr mittlerweile wisst, interessiere ich mich sehr für die anderen Seiten aber ich praktiziere das nicht! Ich entdecke und erweitere mein Wissen, bin aber stets auf der Hut. Ich würde niemals etwas schwarz magisches oder manipulierendes praktizieren und kann euch das nur ans Herz legen, dass auch so zu handhaben. Der Sinn sich diese Bereiche anzusehen, ergeben sich für mich daraus, zu erkennen, wenn jemand an mir schwarz magisch / manipulierend arbeiten möchte. Dazu benötige ich das Verständnis dieser Tools. Nicht mehr und nicht weniger. Blut Magie ist kein Teil dieses Artikels.


Wie immer gebe ich etwas frei und jeder von euch schaut ganz individuell für sich, ob dieser Artikel hilfreich ist oder nicht.


"Sexualmagie" beschreibt die Verbindung von sexuellen und magischen Praktiken, insbesondere im Kontext des modernen westlichen Okkultismus und allgemeiner moderner spiritueller Bewegungen in der westlichen Welt sowie die damit verbundenen Konzepte. Der Amerikaner Paschal Beverly Randolph gilt als Pionier sexueller magischer Praktiken, obwohl die Ursprünge weit zurückreichen. Neben Randolph werden Theodor Reuss, Aleister Crowley und Anton Szandor LaVey als wichtige Vertreter der Sexualmagie angesehen.

In der Sexualmagie gibt es zwei Hauptströmungen: eine, die auf eine spirituelle Erhöhung der Sexualität abzielt, bei der sexuelle Begegnungen als grundlegend magisch betrachtet werden, und eine andere, bei der Sexualität als magisches Werkzeug betrachtet wird, um Energiequellen durch sexuelle Handlungen und Rituale zu erschließen, die der Magier als Mittel zur Zielerreichung einsetzt. Randolph vertritt die erste Position, während Crowley die zweite Richtung vertritt.


Randolph verband seine Theorien ausschließlich mit ehelicher Liebe und Sexualität, während der Ordo Templi Orientis (OTO) und Aleister Crowley verschiedene Sexualpraktiken anwendeten, die gesellschaftliche Normen und Tabus ignorierten. Diese Praktiken umfassten Masturbation, Homoerotik, Autoerotik und Sadomasochismus. Die Freisetzung der sexualmagischen Energie hing davon ab, wie sehr man sich auf die sexuelle Praxis einließ und Hemmungen abbauen konnte.

Einige Kulturwissenschaftler betrachten das Auftreten der Sexualmagie gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Vorboten einer freieren Sexualität, einer libertinären Haltung dazu und einer tieferen Auseinandersetzung mit Sexualität in der Moderne.


Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich auch eine Gegenposition, die Sexualität im Okkultismus grundsätzlich ablehnte und den Zölibat als wichtigen Bestandteil der okkulten Praxis ansah. Besonders in den USA war die Neigung zum Zölibat weit verbreitet. Beispielsweise wurde in Hiram Butlers Esoteric Fraternity die Lehre der Enthaltsamkeit gelehrt, die als Weg zur geistigen Entwicklung angesehen wurde. Organisationen wie der Hermetic Order of the Golden Dawn, die Theosophie und andere okkulte Gruppierungen lehnten Sexualmagie im Allgemeinen ab.


Liebeszauber und ähnliche Praktiken wie Tränke, Amulette und Rituale zur Steigerung der Potenz oder gegen Impotenz werden nicht der Sexualmagie zugeordnet. Diese Praktiken sind seit der Antike in vielen Beispielen dokumentiert, zum Beispiel im 7. Teil des Kamasutra von Vatsyayana, der Rezepte für Liebestränke und Penisvergrößerung enthält. Beim Liebeszauber werden magische Praktiken angewendet, um die Sexualität zu fördern. Im Gegensatz dazu nutzt die moderne Esoterik bei der Sexualmagie die Sexualität, um Magie zu wirken oder die spirituelle Entwicklung zu unterstützen.

Auch die Frage, ob und in welchem Maße Sexualität in den spirituellen Entwicklungsprozess einbezogen werden sollte, wie von der britischen Esoterikerin Dion Fortune untersucht, fällt nicht unter das Thema Sexualmagie, es sei denn, es handelt sich um „unfreiwillige Sexualmagie“. Fortune warnt davor, dass durch Masturbation auf niedrigeren Ebenen Astralwesen entstehen können, die von bösen Kräften besessen sind und dann in der Umgebung herumschweben, um die Bewohner zu unerwünschter Begierde zu verleiten.


Sexualmagie ist schwer von weltweit und historisch vorkommenden sexuellen Riten abzugrenzen, die in den Bereichen Religionswissenschaft, Ethnologie und verwandten Disziplinen als rituelle Handlungen verstanden werden, die mit Sexualität in Zusammenhang stehen. Beispiele hierfür sind phallische Kulte (wie die Verehrung von Lingam und Yoni in Südasien), Hierogamie und Tempelprostitution. Dieses Abgrenzungsproblem steht im Einklang mit der allgemeinen Schwierigkeit, zwischen rituellen und magischen Handlungen zu unterscheiden.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Frage, ob die historisch überlieferten Vegetationskulte, Initiations- und Fruchtbarkeitsriten mit sexuellen Elementen, die von Forschern von Frazer bis Eliade beschrieben wurden, tatsächlich Konstruktionen sind, die mehr über die Forscher als über die untersuchten Kulturen aussagen. Moderne Sexmagier und Okkultisten nehmen solche Konstruktionen von Kulten vorzeitlicher Muttergottheiten auf, die angeblich „primitive sexuelle Riten beinhalteten, die auf der magischen Verbindung zwischen menschlicher und natürlicher Fruchtbarkeit beruhten“, und folgern daraus, dass Sexualmagie so alt ist wie die Menschheit.


In anderen Religionen als dem Christentum existiert eine positive Sichtweise auf Sexualität und deren Einbindung in kosmologische und spirituelle Konzepte. Verschiedene Kulturen praktizierten sexuelle magische oder mystische Rituale, wie zum Beispiel im alten Sumer mit dem Hieros gamos und in China bei den Fangshi, die bis in die vorchristliche Zeit zurückreichen. Die chinesische Kunst des Schlafgemaches ist stark vom Daoismus geprägt und zielt oft darauf ab, das Leben zu verlängern und die Gesundheit zu fördern. Innerhalb des Tantrayana in Indien entwickelte sich eine Form der Sexualmystik, die auch sexuell-magische Techniken beinhaltet.


Im Mittelalter taucht das bereits in der Antike vorhandene Muster, ketzerischen Gruppen sexuelle Abweichungen und sexualmagische Praktiken zu unterstellen, häufig erneut auf. Diese Anschuldigungen wurden nun von der vorherrschenden Kirche gegen die Bewegungen der Katharer und der Bogomilen gerichtet. Obwohl es sich bei diesen Gruppen, ähnlich wie bei den Gnostikern, die nach heutigem Wissensstand keiner sexuellen Ausschweifung nachgingen, sondern im Gegenteil sexuelle Enthaltsamkeit praktizierten und von ihren geistigen Führern Zölibat verlangten. Dennoch leitete sich das englische Wort "bugger", das einen Sodomiten bezeichnet, über das französische "bougre" vom lateinischen "bulgarus" ab, was eine Bezeichnung für die aus dem Balkan stammenden Bogomilen ist. Diese Bewegungen wurden verfolgt, und im Falle der Katharer führte dies sogar zu einem regelrechten Kreuzzug zu ihrer Ausrottung.

Die Mitglieder des Templerordens wurden ebenfalls wegen des Praktizierens von Sexualmagie angeklagt. Es wurde behauptet, dass sie Sodomie praktizierten und das Symbol namens Baphomet verehrten. Bis heute konnte nicht festgestellt werden, ob diesen Anschuldigungen irgendeine Wahrheit zu Grunde lag, aber die allgemeine Meinung ist, dass die Hauptgründe für die Anschuldigungen woanders lagen. Es wird angenommen, dass sie in den machtpolitischen Interessen und den finanziellen Problemen des französischen Königs Philipp des Schönen zu finden sind.


In der Frühen Neuzeit begannen systematische Hexenverfolgungen durch Kirche und Staat. Obwohl die Beweislage für die angeblich von den beschuldigten Hexen praktizierte Sexualmagie dünn ist, sind Projektion und Konstruktion in den Schriften der Ankläger offensichtlich. Eine der bekanntesten Schriften ist der "Hexenhammer" (Malleus Maleficarum) von 1486 des Dominikaners Heinrich Kramer. Diese Schriften wurden aufgrund ihrer detaillierten Darstellung des Sexuellen als geradezu pornografisch bezeichnet. Im Mittelpunkt steht der Hexensabbat, eine Zusammenkunft von Hexen und Dämonen unter der Leitung Satans, die Parallelen zu den Beschreibungen christlicher Apologeten von den Versammlungen der Barbelo-Gnostiker aufweist, einschließlich des abschließenden Höhepunkts, bei dem alle der Fleischeslust frönen. Hier taucht auch der bereits von den Templern bekannte "obszöne Kuss" wieder auf, wie zum Beispiel in einer bekannten Illustration zu Francesco Maria Guazzos Compendium Maleficarum von 1608.

Das wiederkehrende Muster, das bereits bei den Gnostikern zu finden war, wurde auch bei den Templern und Hexen beobachtet.


Sowohl die Anklagen als auch die Reaktionen des modernen Okkultismus ähneln sich: Die tatsächliche historische Realität dieser Ereignisse ist zweifelhaft, und die Zuordnung als bewiesene sexuell-magische Praxis ist äußerst fragwürdig. Dennoch greift der moderne Okkultismus all dies auf, erweitert es und macht es im Nachhinein wahr. Beispielsweise beginnt dies mit den Schwarzen Messen von Catherine Monvoisin, an denen Madame de Montespan, die Mätresse von Ludwig XIV., beteiligt war, und erstreckt sich bis zu den modernen, detaillierten Liturgien für Schwarze Messen, die im Handel erhältlich sind. Selbst die Wissenschaft hat sich an dieser nachträglichen Konstruktion beteiligt, wie etwa Margaret Murray mit ihren Werken "The Witch-cult in Western Europe" (1921) und "The God of the Witches" (1933), die im Wicca und Neopaganismus stark rezipiert wurden. In diesen Büchern konstruiert sie einen Hexenkult als Überbleibsel eines Kults aus prähistorischen matriarchalen Zeiten, der eine Muttergottheit und ihren Gegenpol, den Gehörnten Gott, verehrt.

Unabhängig von solchen Projektionen sexualmagischer Praktiken auf häretische Bewegungen und Randgruppen der Gesellschaft, hat die Verknüpfung von magischen Kräften und Sexualität in den westlichen esoterischen Traditionen eine lange Geschichte. Während der Renaissance betrachteten mehrere Autoren wie Marsilio Ficino und Giordano Bruno die Verbindung von Eros und Magie als ein grundlegendes Naturprinzip. Paracelsus interpretierte den Samen als eine magische Kraft und verglich ihn mit den Kräften der Imagination. Bei mittelalterlichen jüdischen Kabbalisten wurde eheliche Sexualität häufig als Form der Theurgie angesehen, die die männlichen und weiblichen Aspekte Gottes vereinte.


Schließlich ist Emanuel Swedenborg im Zeitalter der Aufklärung zu erwähnen, der als Vorläufer oder vielmehr als Teil des modernen Okkultismus gilt. Besonders in seinen späteren Lebensjahren hat er sich intensiv mit der Verbindung von Spiritualität und Sexualität auseinandergesetzt, wie in seinem Werk "Die Wonnen der Weisheit betreffend die eheliche Liebe" (Delitiae sapientiae de amore conjugiali). Seine Schriften und Tagebücher enthalten Hinweise darauf, dass er fortgeschrittene Meditationstechniken, Visualisierung und Atemkontrolle einsetzte, um sexuelle Energien für spirituelle Erfahrungen zu nutzen.


Moderne Vertreter sexualmagischer Praktiken


Theodor Reuss

Die ersten Vertreter des anderen Hauptstroms, der die Sexualität hauptsächlich als eine nutzbare Quelle magischer Energie betrachtete, waren Theodor Reuss, der den Ordo Templi Orientis (O.T.O.) gründete, und Aleister Crowley, der mit ihm in Verbindung stand.

Bei dieser Art von Sexualmagie wird während des Geschlechtsaktes und des Orgasmus der gesamte Wille auf das gewünschte Ziel oder Objekt gerichtet. Die Mitglieder des O.T.O. und Crowley glaubten, dass die Sexualität in Bezug auf die vermeintlichen magischen Kräfte die stärkste Kraft des Lebens, der Psyche und der Natur insgesamt sei und sich daher besonders gut für magische Rituale eigne.


Aleister Crowley

In der westlichen Esoterik spielte Aleister Crowley eine entscheidende Rolle für die Traditionslinie der Sexualmagie. In zahlreichen Schriften behandelt er sexualmagische Themen, obwohl er bei seiner Reise nach Indien den indischen Tantrismus oberflächlich studierte und keine tiefgreifenden Kenntnisse darüber besaß. Dennoch war seine Bedeutung für die Übernahme, Umwandlung und Neuerfindung tantrischer Praktiken im Westen von großer Relevanz.

Im Gegensatz zum indischen Tantra definiert sich die westliche Sexualmagie als magische Technik, die nicht unbedingt in einen religiösen oder spirituellen Kontext eingebettet ist. Sie dient hauptsächlich dazu, Veränderungen gemäß des Willens herbeizuführen, die sich auch auf spirituelle Aspekte beziehen können. Crowley wird aufgrund seiner sexualmagischen Schriften als Wegbereiter des Neotantra angesehen, dessen Einfluss bis heute in modernen Strömungen, Schulen und Praktiken im Bereich der Sexualmagie, Wellness und sexuellen Erfahrungen spürbar ist.

Crowley betonte wie auch der O.T.O. die Bedeutung des Brechens sexueller Tabus und der Transgression in der Sexualmagie. Unter Transgression verstand er eine nicht-reproduktive Sexualität, die Handlungen wie Homosexualität und Masturbation – damals als gesellschaftlich unkonventionell und moralisch gefährlich angesehen – explizit einbezog und ihnen starke magische Energien zuschrieb. Für Crowley waren solche Transgressionen eine Befreiung von moralischen Zwängen und eine Quelle befreiender Glückseligkeit. Er betrachtete Sexualität als eine mächtige Kraft, die magisch genutzt werden konnte. Die von Aleister Crowley für den O.T.O. konzipierte "Gnostische Messe" setzte symbolisch um, was den gnostischen Gemeinden von den Kirchenvätern vorgeworfen wurde.


Anton Szandor LaVey

Genau wie Crowley mit seiner "Gnostischen Messe" das umsetzte, was den Gnostikern zugeschrieben wurde, und Gardner die Hexenorgie in die Realität umsetzte, brachte Anton Szandor LaVey die Schwarze Messe - die satanische Umkehrung der christlichen Messe - von einem möglicherweise geheimen Ritual in Zirkeln zu einer Veranstaltung, an der grundsätzlich jeder teilnehmen konnte, der daran interessiert war. Er gründete eine tatsächlich existierende Satanische Kirche mit einer Postanschrift in San Francisco. Ob LaVey, der möglicherweise in einem komplett mit Hörnern ausgestatteten Teufelskostüm auftrat, die Schwarze Messe zelebrierte oder parodierte, blieb unklar, aber es war sicherlich ein Spektakel. Es ist auch nicht deutlich, ob neben dem Spektakel und der Provokation bei den Praktiken der von LaVey gegründeten Kirche des Satanismus von Sexualmagie die Rede sein kann. Die Essenz von LaVeys Magie ist, dass man erhält, was man wirklich will, indem man authentisch ist.


Wie ihr lesen könnt, ist dieser Bereich unendlich groß und reicht in jede Kultur zurück.

In gründlicher Eigenrecherche durch Bücher, Artikel, Internet und Online Bibliotheken, hoffe ich euch hier einen guten Artikel präsentiert zu haben.

Folgende Bücher kann ich euch empfehlen:


Blood Sex Magic - Everyday Magic for the Modern Mystic von Bri Luna

Geheimnisse der Sexual Magie - Gregor A. Gregorius

Sex und spirituelle Transformation - Gregor A. Gregorius

Die Mystik im Tantra - Christof Uiberreiter Verlag

Entdecke die Kraft des vor-orgasmischen Sexes - Yogini


Ich wünsche euch viel Spaß beim entdecken neuer Wege!


Love

Lisa

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